14.03.2021

Gedenken an Corona-Verstorbene

Eine Schweigeminute für 494 Verstorbene Gemeinsames Gedenken in der Trauerhalle des Südwestfriedhofs

(1.)  https://www.kirche-essen.de/?c=news&s=news&file=news_detail&id=775

Eine Schweigeminute für 494 Verstorbene
Gemeinsames Gedenken in der Trauerhalle des Südwestfriedhofs

(Essen, 09.03.2021 | Evang. Stadtkirche - Pressestelle)

 „Fürchte dich nicht, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein!“ Mit einer Schweigeminute haben Repräsentanten der Stadt Essen und der Religionsgemeinschaften am Dienstag in der Trauerhalle des Südwestfriedhofs der 494 Essenerinnen und Essener gedacht, die innerhalb eines Jahres nach einer Corona-Infektion gestorben sind. Anlass war der erste Todesfall in Zusammenhang mit der Pandemie, der vor genau einem Jahr in unserer Stadt verzeichnet wurde. "Coronavirus: Erster Todesfall in Essen nach Infektion" hatte die WAZ Essen am 9. März 2020 gemeldet. Für die Evangelische Kirche in Essen entzündete Superintendentin Marion Greve eine Gedenkkerze.

Die Einladung zu diesem besonderen Moment des Gedenkens hatte Oberbürgermeister Thomas Kufen ausgesprochen; außerdem nahmen für die Stadt Essen Stadtdirektor Peter Renzel, für die Katholische Kirche in Essen Stadtdechant Jürgen Schmidt, für die Jüdische Kultusgemeinde Schalwa Chemsuraschwilli, für die muslimischen Gemeinden Imam Mustafa Yaprak, für die Bahaí-Gemeinde Helga Kappelhoff und für die Gemeinde der Sikhs Herr Mohinder in Begleitung von Amrik Singh teil. Die genannten Gemeinden und Kirchen sind seit vielen Jahren im Initiativkreis Religionen Essen partnerschaftlich miteinander und mit der Stadt Essen verbunden.

Für die beiden großen christlichen Kirchen kündigten Marion Greve und Jürgen Schmidt eine weitere, ökumenische Gedenkveranstaltung an: Am 17. April, dem Vortag der von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier initiierten bundesweiten Gedenkfeier für die Corona-Toten, wollen die leitenden Geistlichen der Evangelischen und der Katholischen Kirche in Essen im Grugapark Essen unter dem Motto "Erinnern - Hoffen - Danken" gemeinsam mit Thomas Kufen einen "Baum des Lebens" pflanzen.


(2.)  https://www.essen.de/meldungen/pressemeldung_1421462.de.html

Gedenken an Verstorbene an oder in Verbindung mit Corona-Infektion
(09.03.2021  |  Stadt Essen - Presse- und Kommunikationsamt)

Den ersten Todesfall an oder in Verbindung mit einer Corona-Infektion gab es in Essen heute vor einem Jahr. Eine 89-jährige Essenerin war der erste Todesfall in Essen und einer der ersten Todesfälle deutschlandweit.

Aus diesem Anlass hat es heute auf Einladung von Oberbürgermeister Thomas Kufen eine kurze Andacht in der Trauerhalle des Südwestfriedhofs in Fulerum gegeben. Gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern der Kirchen, Superintendentin Marion Greve, Stadtdechant Jürgen Schmidt, sowie der Religionsgemeinschaften mit Sanel Hajdarovac von der Bosnischen Moschee, Schalwa Chemsuraschwili von der Jüdische Kultusgemeinde, Mohinder Sing Nagpal vom Sikh-Tempel mit Begleitung und Helga Kappelhoff von der Bahai-Gemeinde gab es eine kurze Andacht, im Nachgang haben die Anwesenden in Gedenken eine Kerze angezündet.

"An diesen Tag vor einem Jahr kann ich mich noch sehr genau erinnern", so Oberbürgermeister Thomas Kufen. "Damals habe ich mit den Angehörigen telefoniert und kondoliert. Diesen traurigen Jahrestag möchte ich gerne nutzen, um der Verstorbenen an oder in Verbindung mit einer COVID-19-Infektion zu gedenken. Wir tun das gemeinsam mit den unterschiedlichen Religionsgemeinschaften in Essen. Denn in dieser Zeit geben auch sie den Menschen Halt und Hoffnung. Das Virus kennt weder Herkunft, Hautfarbe noch Religion, deshalb ist es wichtig, dass wir als Gesellschaft in dieser Pandemie zusammenstehen und diese Corona-Krise gemeinsam überwinden."

Am heutigen Abend werden außerdem 494 Fenster am Essener Rathaus in der Innenstadt erleuchtet sein, jedes steht für einen Todesfall in Essen.

Am 17. April wird es anlässlich der bundesweiten Gedenkveranstaltung für die Todesopfer der Corona-Pandemie auf Einladung der beiden großen Kirchen in Essen eine Baumpflanzung im Grugapark Essen als Zeichen der Anteilnahme geben.

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